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Zu der Familie der Ameisen (Formicidae), welche der Ordnung der Hautflügler zugeteilt werden, gehören etwa 11.000 bis 12.500 Arten, wovon circa 200 Arten in Europa beheimatet sind. Die Ameisen organisieren sich in Staaten von mehreren hundert bis zu einigen Millionen Individuen, leben in unseren Breitengraden meist in Erd- oder Hügelnestern und sind Allesfresser.
Zu Problemen mit Ameisen kann es kommen, wenn der Nestbau und die Eiablage in der Nähe des Menschen, zum Beispiel unter Steinplatten der Terrasse oder im Garten stattfindet. Im schlimmsten Fall können sich die Ameisen natürlich auch im Haus ansiedeln, wo sie meist durch lästige Ameisenstraßen und Eiablage, zum Beispiel hinter Fußleisten, auffällig werden.
Von Frühjahr bis Sommer kann es zusätzlich aufgrund der zum Hochzeitsflug ausschwärmenden Ameisen zu einer regelrechten Plage kommen.

Die wichtigsten Ameisenarten, die auch als Schädlinge in Deutschland auftreten können, sind:
Gemeine Rasenameise (Tetramorium caespitum)
Pharaoameise (Monomorium pharaonis)
Wohlriechende Hausameise (Tapinoma sessile)
Schwarzgraue Wegameise (Lasius niger)
Glänzendschwarze Holzameise (Lasius fuliginosus)

Welche Risiken gehen von Ameisen aus und weshalb sollte man sie bekämpfen?
Ameisen sind Vorratsschädlinge und werden besonders von zucker- und eiweißhaltigen Lebensmitteln angelockt, selbst wenn sich ihr Nest außerhalb des Hauses befindet. So kommt es zur Bildung der besonders unappetitlich aussehenden Ameisenstraßen in der Küche oder in Vorratsräumen. Noch schlimmer ist allerdings eine durch die Ameisen ermöglichte Keimübertragung von Salmonellen oder Staphylokokken, die zu einer Kontamination von Lebensmitteln führen kann.
Darüber hinaus gibt es Ameisenarten, wie die glänzendschwarze Holzameise, welche durch aggressives Nagen Möbel und Holzgegenstände im Haus zerstören können.

Wie sollte man am besten gegen Ameisen vorgehen?
Wichtig ist, einer Anlockung von Ameisen schon im Vorfeld vorzubeugen, offene Lebensmittel zu verschließen und Fugen und andere Schlupfwinkel im Haus abzudichten. Sollte es dennoch zu einem Problem mit Ameisen kommen, werden im Allgemeinen gerne Hausmittel vorgeschlagen, zum Beispiel die Anwendung von Backpulver, Salz oder Öl, welche im Bereich einer Ameisenstraße verteilt werden sollen. Dies kann zwar der Symptombekämpfung dienen, da aber nur einzelne Ameisen verenden und die Königin weiterhin Eier legen kann, ist es meist schwierig, die Plage damit in den Griff zu bekommen.
Ein professioneller Schädlingsbekämpfer dagegen verwendet Ködermittel, die von den Ameisen aufgenommen und auch an ihre Artgenossen und die Königin im Nest weitergegeben werden, wodurch es zu einer effizienten Bekämpfung des gesamten Staates kommt und das Problem langfristig gelöst wird.